It looks like the language of your system is not German. You can switch to the English website if you want. Switch to English

Falsche Zertifikate für Atemschutzmasken erkennen

testxchange
artikel_Fake certificates.jpg

Wie erkennen Sie, ob die von Ihrem Handelspartner vorgelegten Zertifikate ausreichen, um Atemschutzmasken und andere PSA in der EU verkaufen zu können?

Wie in unserem Beitrag zum Thema akkreditierte Labore für Atemschutzmasken bereits erwähnt, steigt die Nachfrage nach Mundschutzen und filtrierenden FFP2-Masken nahezu weltweit weiter an. Und wie im gleichen Artikel erläutert, führt kein Weg an einem akkreditierten Prüflabor vorbei, wenn Sie als Importeur oder Hersteller eine neue Gesichtsmaske oder sonstige persönliche Schutzausrüstung (PSA) in den Verkehr bringen wollen. Daher erscheint es speziell für Importeure naheliegend, Schutzmasken von einem Anbieter zu beziehen, der bereits einen durch ein anerkanntes Labor ausgestellten Prüfbericht samt Zertifikat vorweisen kann. Doch Vorsicht: In den vergangenen Wochen wurden immer mehr Fälle bekannt, in denen Inverkehrbringer von Atemschutzmasken und anderer PSA Dokumente erhalten haben, die aus verschiedenen Gründen nicht geeignet sind, um eine CE-Kennzeichnung am Produkt anzubringen, eine vollständige Konformitätserklärung gemäß PSA-Verordnung zu erstellen oder die Artikel in der EU in Umlauf bringen zu können.

Dokumente von nicht qualifizierter Stelle

Ein immer häufigerer Fall sind dabei Dokumente, die von Stellen ausgestellt sind, die keine Befugnis haben, um ein Produkt entsprechend bestimmter europäischer Normen wie EN 149 zu prüfen und/oder zu zertifizieren. Oft erheben die Autoren dieser Schriftstücke bei genauem Hinsehen auch gar nicht den Anspruch, dies zu tun. Stattdessen enthält das Dokument dann einfach unverbindliche Aussagen der Autoren, etwa dass ein Produkt ihrer Einschätzung nach die Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der EU erfüllt. Teilweise beziehen sich diese unverbindlichen Einschätzungen auch nicht auf begutachtete Produkte selbst, sondern auf Prüfberichte, die von dritten Stellen angefertigt worden sind. Wenn jedoch ein solcher Prüfbericht Mängel aufweist, etwa in Form einer fehlenden Akkreditierung der Prüfstelle, hilft auch keine positive Bewertung durch eine dritte Stelle, um die importierten FFP-Masken, OP-Masken oder anderen Artikel rechtskonform in der EU verkaufen zu können. Bereits bei Zollkontrollen kann es hier Probleme geben. Dennoch führen solche Schriftstücke immer wieder viele Importhändler in die Irre. Durch geschickte Formulierungen, aber auch dank ihres “offiziellen” Aussehens und professionellen Layouts mit Briefkopf und Siegel suggerieren sie, die gewünschten Voraussetzungen zu erfüllen, ohne dies explizit auszusagen.

Falsche und gefälschte Zertifikate

Während die bisher beschriebenen Dokumente in vielen Fällen zwar irreführend sind, aber keine falschen Informationen enthalten, existiert noch eine weitere Kategorie: Zertifikate und Prüfberichte mit falschen Aussagen und/oder gefälschten Inhalten. Diese gibt es inzwischen in zahlreichen Variationen. Zum Teil handelt es sich beispielsweise um Zertifikate bestimmter chinesischer Prüfeinrichtungen, die aussagen, ein Muster, etwa eine Mund-Nasen-Schutz-Maske, nach einer bestimmten Norm wie EN 14683 geprüft zu haben, ohne jedoch für diese Norm akkreditiert zu sein. In anderen Fällen werden schlicht Name und/oder Akkreditierungsnummer real existierender europäischer Prüflabore verwendet, ohne dass diese Labore in irgendeiner Form hierüber informiert oder am Prüfprozess beteiligt wären. Während manche dieser Fälschungen schon auf den ersten Blick dubios wirken, sind sehr viele aufwendig gestaltet und für den Laien schwer als falsch zu erkennen.

Wie erkenne ich, ob ein Dokument ausreicht?

Gerade für junge und unerfahrene Unternehmen, die den Markt für persönliche Schutzausrüstung kurzfristig betreten haben, etwa als Hersteller von MNS oder FFP2-Masken im Zuge der aktuellen COVID-19-Pandemie, ist es in der Regel sehr schwierig, die vom Handelspartner vorgelegten Dokumente kritisch zu bewerten. Nicht nur die Voraussetzungen für den EU-Marktzugang und die relevanten Prüfnormen sind komplexe Themen, egal ob europäische Normen wie EN 14683 oder chinesische Normen wie GB 2626. Auch die vom Labor erstellten Prüfprotokolle und die ausgestellten Zertifikate lassen sich ohne entsprechendes Fachwissen kaum durchdringen. Daher empfiehlt es sich, hierfür eine unabhängige und erfahrene Stelle zu Rate zu ziehen, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden. Die führende Online-Plattform für Prüflabore, testxchange, verfügt beispielsweise über jahrelange Erfahrung rund um das Thema Testing, Inspection & Certification. Um Unternehmen zu helfen, den europaweit dringenden Bedarf an Atemschutzmasken und anderer Schutzausrüstung zu decken, bietet die Organisation ab sofort an, Zertifizierungsdokumente und Prüfberichte zu solchen Produkten kritisch zu begutachten. Wenn Sie Atemschutzmasken verkaufen möchten und Zweifel an den Ihnen vorliegenden Schriftstücken haben, können Sie per E-Mail an info@testxchange.com zeitnah Hilfe erhalten. Unsere Experten können eine unverbindliche Vorab-Einschätzung zu Ihren Dokumenten abgeben und bei Bedarf gegen Zahlung einer Aufwandspauschale eine gründliche Prüfung durchführen, an deren Ende ein Bewertungsschreiben ausgestellt wird.