Akkreditierte Labore für Prüfung und Zertifizierung von Atemschutzmasken

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Welche Prüflabore können medizinische Schutzausrüstung entsprechend gesetzlicher Vorgaben testen?

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie 2019/2020 ist die weltweite Nachfrage nach Mund-Nasen-Schutzen (MNS) und partikelfiltrierenden Halbmasken regelrecht explodiert. Nicht nur medizinische Betriebe, sondern auch andere Unternehmen, private Endverbraucher und sogar Regierungen kaufen neu produzierte Gesichtsmasken in kürzester Zeit und in großen Mengen auf. Mehrere Gebietskörperschaften haben zudem eine Mundschutz-Tragepflicht für bestimmte öffentliche Orte wie Supermärkte eingeführt. Um die riesige Nachfrage nach den Mundschutzen und Atemmasken zu decken, nehmen zum einen neue Hersteller ihre Arbeit auf. Zum anderen stellen auch Betriebe aus anderen Branchen, etwa Textilproduzenten, ihre Produktion auf Atemschutzmasken um. Doch bevor neu produzierte Gesichtsmasken in Umlauf gebracht werden können, müssen Sie bestimmte Anforderungen erfüllen. In einem separaten Beitrag waren wir bereits auf diese Anforderungen zur Prüfung und Zertifizierung von Atemschutzmasken eingegangen. Welche Labore erfüllen die Voraussetzungen, um die hierfür benötigten Prüfungen von Gesichtsmasken und weiterer Schutzausrüstung durchzuführen, die im Zuge der aktuellen Krise um das Coronavirus (Sars-CoV-2 / COVID-19) immer relevanter wird?

Akkreditierte Prüflabore für Tests von CoV-2-Schutzmasken

WICHTIG: Wenn Sie von Deutschland aus möglichst schnell ein akkreditiertes Prüflabor für CoV-2-Schutzmasken suchen, stellen Sie bitte zeitnah eine kostenlose Anfrage über die Berliner Plattform testxchange. Innerhalb der EU gibt es eine begrenzte Auswahl qualifizierter Labore, die Mund-Nasen-Schutze und filtrierende Halbmasken nach den aktuell hier relevantesten Normen EN 14683 und EN 149 prüfen können. Dazu gehören unter anderem:

Alle diese Labore können von Deutschland aus mit einer kostenlosen Anfrage über die testxchange-Plattform angefragt werden.

Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung

Auf Anforderungen und Normen, nach denen Prüflabore Atemschutzmasken prüfen, waren wir in einem separaten Beitrag zur Prüfung und Zertifizierung von Atemschutzmasken bereits eingegangen. Je nach Markt, in dem die Gesichtsmasken oder auch andere Arten persönlicher Schutzausrüstung vertrieben und eingesetzt werden sollen, ist eine Konformität mit bestimmten Normen erforderlich. Wichtige Beispiele sind folgende:

Atemschutzmasken und -filter

Sonstige Schutzkleidung

Nutzen von Atemschutzmasken zum Schutz vor Sars-CoV-2

Welchen Schutz bieten die von einem akkreditierten Prüflabor getesteten Masken vor einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 und der von diesem ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19, und wer sollte sie tragen? Allgemein dienen die Gesichtsmasken im Kontext der Coronavirus-Pandemie vor allem dem Zweck, die Umgebung des Trägers vor Tröpfcheninfektionen zu schützen. Dies gelingt, indem die Atemmasken die Reichweite von ausgestoßenen Tröpfchen beim Atmen, Husten oder Niesen verringern. Da Sars-CoV-2-Viren zum einen auch sehr dichte Masken durchdringen können und zum anderen die Gesichtsmasken häufig nicht sachgemäß eng anliegend getragen werden, können sie grundsätzlich keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Eine Sars-CoV-2-Schutzwirkung in die andere Richtung, also ein Schutz des Trägers vor viralen Infektionen durch andere Personen, ist allgemein nicht vorgesehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt das Tragen von Atemschutzmasken daher aktuell für zwei Personengruppen:

  • Menschen, die momentan niesen und husten
  • Gesunde Menschen, die Sars-CoV-2-infizierte Personen behandeln oder pflegen