4 Digitalisierungs-Trends in der TIC-Industrie

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Egal ob große Prüfinstitute, M&A-Unternehmen oder Strategieberatungen: Analysten sind sich einig, dass die Digitalisierung den TIC-Markt weiter verändern wird. Welche Trends bewegen die Branche?

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und macht auch vor dem Sektor TIC (Testing, Inspection, Certification) nicht halt. Eine Studie der Boston Consulting Group prognostiziert dabei insgesamt positive Wirkungen für die Branche, die zuletzt jährlich um 8 Prozent gewachsen sei und voraussichtlich weiter wachsen werde. Unter anderem zeichnen sich folgende vier Trends ab:

Sensoren und Predictive Maintenance

Ein wichtiges Digitalisierungsthema und Kernelement von Industrie 4.0 sind hochentwickelte Sensoren, die kontinuierliche Messungen vornehmen, etwa zum Zustand von hochbelasteten Bauteilen, beispielsweise in Öl- und Gasraffinerien. Dadurch wird eine “vorausschauende Wartung” möglich, also eine Überwachung und ggf. eine Nachbesserung an einzelnen Stellen, noch bevor akuter Reparaturbedarf eintritt. Somit werden weniger Vor-Ort-Prüfungen nötig, da Prüflabore und andere Akteure die gesammelten Daten aus der Distanz analysieren und erforderliche Schritte einleiten können.

Smarte Geräte und Automatisierung

Das “Internet of Things” hält mit intelligent vernetzten Geräten in immer mehr Lebensbereichen Einzug. Das bedeutet auch, dass zuvor “offline” verwendete Gegenstände mit neuen technischen Komponenten ausgestattet werden, was zusätzliche Prüfungen erfordert, etwa EMV-Tests. Ebenso nimmt der Grad der Automatisierung in diversen Wirtschaftszweigen zu, etwa mit landwirtschaftlichen Maschinen, die selbstständig Bodenproben und Klimadaten auswerten, um den Anbau zu optimieren. Auch Ausrüstung wie diese steigert der Bedarf an TIC-Dienstleistungen.

Neue Player im TIC-Markt

Die Digitalisierung senkt auch die Eintrittsbarrieren in den TIC-Markt. Wann immer eine Messung vor Ort durch einen automatisierten und vernetzten Sensor vorgenommen werden kann, ist unter Umständen keine manuelle Vor-Ort-Inspektion durch einen klassischen TIC-Dienstleister nicht mehr erforderlich. Stattdessen kommen verschiedene “neue Player” ins Spiel. Dies können etwa kleine und agile neue Prüfdienstleister sein, die sich ganz auf die Auswertung sensorbasierter Daten spezialisieren und somit nicht mehr die gleichen zeit- und kostenintensiven Investitionen für Personal und Ausrüstung aufbringen müssen wie klassische Prüflabore. Eine andere Gruppe sind Hersteller von Hardware für die Prüfindustrie selbst. Diese erhalten dank der zunehmenden IoT-Vernetzung der Maschinen Messdaten direkt digital bereitgestellt, was die Übertragung und Weiterverarbeitung drastisch vereinfacht. Auch andere große Tech-Unternehmen, die über riesige Datenschätze verfügen, können diese im TIC-Sektor gewinnbringend einsetzen.

Digitale User-Interfaces

Nicht nur die Durchführung und Auswertung von Prüfungen und Inspektionen verändert sich im Zuge der Digitalisierung. Auch die Erwartungen der Auftraggeber ändern sich. Mit der zunehmenden Menge an Daten, die Entscheider in Unternehmen verarbeiten müssen, werden übersichtliche und einfach zugängliche Web-Interfaces immer wichtiger. Mit diesen können Kunden Informationen ohne zeitliche Verzögerungen und von jedem Ort aus einsehen, mit anderen Stakeholdern gemeinsam bearbeiten und die digital erhaltenen Daten direkt in anderen Anwendungen nutzen. Mit der digitalen Plattform testxchange beispielsweise können Auftraggeber alle ihre Prüfaufträge browserbasiert an einem Ort organisieren, Angebote digital von Prüfdienstleistern empfangen und die gesamte Kommunikation übersichtlich und nachvollziehbar bündeln. Auch die ortsunabhängige Zusammenarbeit mit Kollegen ist so problemlos möglich.

Wie geht die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen voran? Das Team von testxchange berät Sie unter der Rufnummer 030 346558140 gerne kostenlos, wie Sie das Potenzial digitaler Technologien gewinnbringend nutzen können.