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Medizinische Gesichtsmasken

Als medizinische Gesichtsmaske wird der medizinische Mund-Nasen-Schutz (MNS) bezeichnet, auch bekannt als OP-Maske. Dabei handelt es sich um eine Maske, die das Gesicht zur Hälfte bedeckt und über Mund und Nase liegt. Ein MNS wird mithilfe von Bindebändern hinter dem Kopf oder mit Gummibändern hinter den Ohren befestigt. Mit dem eingearbeiteten flexiblen Nasenbügel aus Metall lässt sich die medizinische Gesichtsmaske am Nasenrücken anpassen. So kann der dortige Austritt und Eintritt der Atemluft minimiert werden.

Der medizinische Mund-Nasen-Schutz filtert mit seinem dreilagigen Aufbau aus Vliesstoff sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft. Die mittlere Vlieslage der medizinischen Gesichtsmaske ist dabei sehr fein, um Tröpfchen mit Krankheitserregern aus der Atemluft aufzufangen. Der MNS reduziert also Tröpfcheninfektionen und schützt damit sowohl die Person, die eine medizinische Gesichtsmaske trägt (Eigenschutz) als auch andere Personen (Fremdschutz). Mit dieser Funktion grenzt sich der MNS von Alltagsmasken ab, deren Filterleistung viel geringer ist. Auch FFP2-Masken filtern die Atemluft bzw. die darin enthaltenen Aerosolpartikeln, werden im medizinischen Bereich aber nur eingeschränkt eingesetzt.

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Da medizinische Gesichtsmasken – wie der Name schon sagt – vorwiegend zum Infektionsschutz im medizinischen Bereich dienen, müssen sie laut Medizinprodukteverordnung 2017/745 den Anforderungen der europäischen Norm EN 14683 entsprechen sowie die Vorgaben für Medizinprodukte der Klasse I erfüllen, insofern sie nicht steril sind. Neben der Verwendung im Gesundheitswesen (Krankenhauspersonal, bei Operationen, in Reinräumen) kommen medizinische Masken auch in Produktionsstätten der Halbleiterproduktion zum Einsatz. Sie verhindern, dass sich Salzkristalle aus der Atemluft auf den Halbleitern absetzen. Darüber hinaus dient ein MNS zur Prävention vor Erkrankungen im Alltag, wie etwa die Covid-19-Pandemie zeigte.

Welche Prüfverfahren sind für medizinische Gesichtsmasken relevant?

Für Hersteller von medizinischen Gesichtsmasken gilt es, die Schutzmasken nach der europäischen Norm EN 14683 zu untersuchen. Relevant ist auch eine Prüfung nach ISO 11737-1, die die mikrobiologische Reinheit des MNS ermittelt. Nützlich ist zudem eine Überprüfung zur Hautverträglichkeit der medizinischen Gesichtsmaske sowie ein Test nach ISO 22609 (Prüfmethode gegen Durchdringung von synthetischem Blut).

Prüfanfrage für Gesichtsmasken

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